rss
3

Das Für und Wider der Beschaffung von Fremdcontent

Unabhängig davon, womit sich ein Blog beschäftigt – eines braucht er immer: Regelmäßig frischen und hochwertigen Content.

Nur wenn ein Blog regelmäßig aktualisiert und mit neuem Inhalt gefüllt wird, hat er die Chance, Leser dauerhaft an sich zu binden. Jeder Blogbetreiber weiß aber: Nicht jeder ist zum Bestsellerautor geboren und auch talentierte Schreiberlinge haben ab und an eine Schreibblockade.

Gerade bei größeren Blog-Projekten gibt es ein weiteres, weitaus schwerwiegenderes Problem: Die Zeit. Da es sich nicht jeder Blogger leisten kann, den notwendigen Content selbst zu verfassen, greifen viele Blogger auf die Verwendung von Fremdcontent zurück, d.h. sie nutzen hochwertigen und einzigartigen Content aus der Feder anderer Autoren.

Warum sich Fremdcontent lohnt

Der größte Vorteil bei der Verwendung von Fremdcontent ist zweifelsohne die Zeiteinsparung. Durch die Einbindung von fremden Autoren in die Arbeit am eigenen Blog haben Sie aber auch den Vorteil, dass diese das Grundthema des Weblogs höchstwahrscheinlich in vielen Punkten aus einem völlig anderen Blickwinkel als Sie selber betrachten. Das schafft zum Teil vollkommen neue Perspektiven und sorgt für eine größere inhaltliche Vielfalt und Bandbreite.

Darüber hinaus können Sie Ihren Blog mit fremden Content außerdem häufiger aktualisieren als mit Ihnen als Alleinunterhalter. Außerdem bekommen Sie durch die fremden Beiträge wiederum Anstöße für das eigene Denken und profitieren auf diese Weise gleich doppelt von den Beiträgen anderer.

Wird der Content von anderen Bloggern beispielsweise in Form von Gastbeiträgen bereitgestellt, gibt es darüber hinaus auch die Möglichkeit zum profitablen Linkaufbau, um das Suchmaschinen-Ranking der eigenen Seite zu verbessern.

Wie komme ich an lesenswerten Fremdcontent?

Wenn Sie für Ihren Blog nach Fremdcontent suchen, gibt es mehrere Wege, an diesen zu gelangen. So können Sie sich beispielsweise freier Texter bedienen. Diese bieten ihre Dienste über verschiedene Internetplattformen an. Alternativ suchen Sie selber nach Textern, idealerweise begleitet durch den Service von Webseiten, die bei der Akquise von geeigneten Autoren unterstützen. Bestehen Partnerschaften mit anderen Blogs, kann es auch nie schaden, sich bei diesen zu erkundigen, ob Interesse an der Veröffentlichung eines Gastbeitrages besteht.

Eine weitere Möglichkeit ist der Bezug von Texten über kostenpflichtige Content-Agenturen wie content.de. Diese bieten sowohl die Möglichkeit, einen Artikel für alle Autoren frei auszuschreiben, als auch einen bestimmten Autor gezielt nach Interessengebieten und Fertigkeiten zu suchen und zu beauftragen. Auch gibt es die Möglichkeit, auf diversen Plattformen nach bereits fertig verfassten Artikeln zu suchen, die in das Profil Ihres Blogs passen. Dies hat den scheinbaren Vorteil, nicht die sprichwörtliche Katze im Sack kaufen zu müssen.

Andererseits haben Sie weniger persönlichen Einfluss auf den Inhalt, da die Artikel quasi „von der Stange“ gekauft werden. Die größte Kontrolle über die Erstellung von Content für Ihren Blog haben Sie also bei seriösen Content-Anbietern, die Ihren Textauftrag an professionell arbeitende Autoren vermitteln. Durch eine detaillierte Formulierung Ihrer Anforderungen an den betreffenden Text können Sie die Gestaltung des Contents aktiv mitbestimmen.

Spricht etwas gegen die Verwendung von Fremdcontent?

Eine individuelle Note können Sie Ihrem Blog verleihen, wenn alle Artikel im ganz persönlichen sprachlichen Duktus abgefasst sind. Viele Blogs werden gerade wegen ihres ganz speziellen Sprachstils immer wieder aufgerufen. Viele Blogbetreiber befürchten deswegen, dass die Tonalität von gekauftem Inhalt zu großen Schwankungen unterworfen sein könnte, als dass sie ein einheitliches Gesamtbild erlauben. Ist dies der Fall, ist damit zu rechnen, dass die User nach und nach abwandern. Bei guten Content-Anbietern gibt es hingegen diverse Möglichkeiten, dem entgegenzusteuern.

Weiterhin müssen Sie bei fremdem Content immer prüfen, dass dieser auch tatsächlich ausschließlich für den Einsatz in Ihrem Blog verfasst wurde. Denn zum einen ergeben sich widrigenfalls Urheberrechtsprobleme mit zum Teil erheblichen finanziellen Folgen aufgrund von Rechtsstreitigkeiten. Zum anderen reagieren Suchmaschinen negativ darauf, wenn Texte wortgleich an mehreren Stellen im Internet auftauchen. Durch die Verwendung dieses „Duplicate Contents“ werden die vorderen Plätze in den Suchmaschinenergebnissen gesperrt. Im schlimmsten Fall fällt sogar die ganze Webseite
aus dem Index von Google und Co. Die meisten großen Content-Agenturen bedienen sich allerdings diverser Methoden, um die Einzigartigkeit der bereitgestellten Inhalte zu überprüfen und zu gewährleisten.

Wann lohnt sich Fremdcontent?

Der Erwerb von Fremdcontent – sei er kostenlos oder kostenpflichtig – lohnt sich für jeden Blogger oder Webseitenbetreiber, der seine Internetpräsenz durch regelmäßige Updates dauerhaft konkurrenzfähig halten möchte. Auch bei der Bereitstellung von Initial Content für neue Webseiten lohnt sich ein Rückgriff auf einzigartige Inhalte fremder Autoren, damit ein möglichst reibungsloser Einstieg in ein erfolgreiches Webmaster-Dasein möglich wird.

Bereits angesprochen wurde die Zeitersparnis: Nicht nur Blogger, sondern auch andere Webseitenbetreiber profitieren davon, bei der Erstellung von Inhalten effektives Outsourcing zu betreiben. So halten sich beispielsweise Online-Shopbetreiber auf diese Weise die Möglichkeit offen, sich auf die Kundenakquise oder auf den Verkauf und Versand ihrer Waren zu konzentrieren, während die Webseite des Shops nach und nach mit hochwertigen und werbewirksamen Inhalten angefüllt wird.

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Jens Thomas von der content.de AG. Durch seine Tätigkeit in der Qualitätssicherung und im Projektgeschäft kann er hier mit Bloggern und anderen Webseitenbetreibern wertvolle Tipps zur Contentbeschaffung teilen.

Mehr über den Autor

Andreas ist Senior Projektmanager in einem der weltweit größten Softwareunternehmen. Nebenbei ist er freier Dozent und lehrt an Fachhochschulen die Themen "Internationales Projektmanagement" und "Softwarearchitektur". Hier im Weblog-ABC gibt Andreas regelmäßig Webmaster, Affiliate und SEO Tipps. Mehr über Andreas und Weblog-ABC.

Social Media - Den Artikel empfehlen!

Kommentare und Trackbacks (3)

Trackback URL | Kommentare RSS Feed

  1. M. Berg sagt:

    Weitere nennenswerte Content-Provider wären noch Textbroker.de und Independent Publishing.com.

  2. Michael R. sagt:

    Fehler: content.de bietet Autoren nicht die Möglichkeit, Texte ohne vorherigen Auftrag anzubieten. Alle genannten Plattformen sind letztendlich Autorenausbeuter und deren Käufer ebenso, denn sie wollen den ohnehin lachhaften Preis immer noch weiter drücken.

  3. Fremdkontent ist eine sinnvolle Sache, da man sich sonst in seinem Fachchinesisch verfängt.

    Man kann neben den Agenturen auch Germanistik-StundentenInnen fragen, ob sie Artikel schreiben möchten.

    Grüße

    Uli