rss
0

Geld verdienen mit Websites – Teil 3: Affiliate Marketing Einstieg

Teil 3 der Serie Geld verdienen mit Websites gibt einen Einstieg in das Thema Affiliate Marketing.

Aus den Weblog-ABC Einnahmen und Statistikberichten geht hervor, dass man mit Affiliate Marketing gutes Geld verdienen kann. Auch mit kleineren Websites. Im Artikel Affiliate Marketing Anfänger Tipps habe ich schon einige gute Tipps gegeben. Dieser Artikel gibt einen Einstieg in das Thema Affiliate Marketing und erklärt vor allem auch die verschiedenen Vergütungsmodelle.

Inhalt Serie Geld verdienen mit einer Website

  1. Google AdSense Werbung
  2. Linkverkauf
  3. Affiliate Marketing Einstieg
  4. Affiliate Marketing Netzwerke / Partnerprogramme
  5. Affiliate Marketing Tipps und Erfahrungen
  6. Bezahlte Artikel schreiben
  7. Reviews von Produkten oder Dienstleistungen
  8. Eigene Vermarktung von Werbeflächen
  9. Werbung in Videos / YouTube
  10. Verkauf von eBooks
  11. Eigener Newsletter mit Werbeflächen
  12. Sonstige Möglichkeiten
  13. Weblog-ABC Erfahrungen zum Geld verdienen

Teil 3: Affiliate Marketing Einstieg

Was ist Affiliate Marketing?

Affiliate MarketingAffiliate Marketing ist in erster Linie einmal eine interessante und für viele Webmaster eine sehr erfolgreiche Form der Online Werbung. Im Prinzip geht es dabei um eine Dreiecksbeziehung.

  1. Merchant: Der Online Händler (=Advertiser) verkauft Produkte oder Dienstleistungen und möchte dafür Werbung machen.
  2. Affiliate: Der Affiliate (=Publisher) betreibt Webseite(n) und stellt über den dritten im Bunde, den Netzwerkbetreiber, Werbeflächen zur Verfügung.
  3. Affiliate Marketing Netzwerkbetreiber: Der Netzwerkbetreiber stellt eine Plattform zur Verfügung, auf der Advertiser und Affiliate Angebote machen können. Die Abwicklung erfolgt i.d.R. komplett über das Netzwerk, d.h. auch die Abrechnung wird meistens über das Netzwerk abgewickelt. Das hat einige Vorteile. So muss der Affiliate z.B. nicht ständig an die Advertiser Rechnungen schreiben.

Vergütungsmodelle im Affiliate Marketing

Es gibt zahlreiche Vergütungsmodelle im Affiliate Marketing. Hier möchte ich kurz die bekanntesten Modelle vorstellen.

  • Pay per View – Bezahlung nach Sichtkontakt (Impressionen). Meistens wird für 1000 Einblendungen der Werbung bezahlt.
  • Pay per Click – Sehr beliebtes Vergütungsmodell. Bekanntester Anbieter ist sicherlich Google AdSense. Hier wird für den Klick auf die Werbung bezahlt.
  • Pay per Lead – Wird manchmal auch als Pay per Action bezeichnet. Hier muss ein Besucher auf die Werbung klicken und anschließend auf der Zielseite eine bestimmte Aktion durchführen. Das kann z.B. die Registrierung als Kunde oder aber auch die Anmeldung zum Newsletter sein. Der Kreativität bei der Festlegung dieses sogenannten Leads sind kaum Grenzen gesetzt.
  • Pay per Sale – Die vermittelten Besucher müssen auf der Zielseite tatsächlich auch etwas einkaufen. Hier ist eine Provision schwerer zu erreichen. Die Höhe der Vergütung kann sich dafür aber meistens sehen lassen.
  • Pay per Link – Mit dem Thema Linkkauf und Linkverkauf habe ich mich schon im 2. Teil der Serie ausführlich beschäftigt.
  • Pay per Period – Ähnlich, aber aus Affiliate Sicht noch besser als Pay per Sale. Hier werden Provisionen für alle Einkäufe des vermittelten Kunden über einen längeren Zeitraum (=Period) vergütet.
  • Pay per Lifetime – Mit dieser Vergütungsmethode erhalten Affiliates eine lebenslange Provision auf alle Umsätze des vermittelten Kunden.

Wann lohnt sich welches Vergütungsmodell?

HaendeDiese Frage läßt sich natürlich nicht so einfach beantworten. Affiliate Profis testen ihr Leben lang die besten Partnerprogramme und Vergütungsmodelle für einzelne Webseiten. Die Experten sind sich darüber einig, dass ein Partnerprogramm zur Zielgruppe einer Webseite passen muss. Hier im Weblog-ABC werden Besucher eher nicht auf Werbung von einem Handyanbieter klicken und anschließend einen Mobilfunkvertrag abschließen. Warum nicht? Das liegt auf der Hand. Die meisten Besucher kommen hier ins Weblog-ABC und suchen nach Informationen zu „Website erstellen“, „Geld verdienen im Internet“, „Affiliate Marketing“, „WordPress Blog“ oder „Suchmaschinenoptimierung“. Besucher, die sich für diese Themen interessieren, möchten gerade keinen Mobilfunkvertrag abschließen. Daher ist die Wahrscheinlichkeit für einen Sale mit diesen Affiliate Programmen sehr unwahrscheinlich. Klingt logisch, oder?

Zurück zur Frage „Wann lohnt sich welches Vergütungsmodell?“. Meine noch bescheidenen Erfahrungen sagen mir, dass sich für kleinere Webseiten eher Pay per View, Klick und Lead lohnen. Warum ich davon ausgehe, möchte ich kurz erklären. Die meisten Webmaster betreiben eine mehr oder weniger kleine Webseite. Statistiken belegen, dass durchschnittlich jeder 100. Besucher auf Werbung klickt. Das kann ich so ungefähr bestätigen. Es gibt sicher Nischen, in denen das nicht zutrifft, im Durchschnitt kann man diese Behauptung aber unterstreichen. Leider kauft nicht jeder weitergeleitete Besucher auch tatsächlich etwas ein. Um in einem Vergütungsmodell Pay per Sale tatsächlich Provisionen zu erhalten, sind daher oft mehrere Tausend Besucher notwendig. Kleine Webseiten mit noch nicht so vielen Besuchern können daher aus dem Vergütungsmodell Pay per Sale nicht zu viele Provisionen erwarten. Bei Pay per View, Klick und Lead stellen sich die Provisionen schneller ein. Nur auf Partnerprogramme mit hoher Provision zu setzen, ist auch nicht immer richtig. Was nutzen schon hohe Provisionen, wenn man nie welche bekommt? Es ist viel wichtiger, sich auf Zielgruppen gerechte Partnerprogramme zu konzentrieren und nicht zu sehr auf die Höhe möglicher Provisionen zu schauen.

Durch Analysen zum erfolgreichen Affiliate

statistikAuswertungen sind das A und O für jeden Affiliate. Ihr müßt unbedingt alle Links zu Partnerprogrammen tracken. Wird häufiger auf den Link oben im Header geklickt oder häufiger auf die Links in der Sidebar? Wenn ihr das über einen längeren Zeitraum beobachtet und eine klare Statistik vorliegt, müßt ihr entsprechend handeln. Affiliate Profis entfernen Links schnell wieder, die nachweislich nicht angeklickt werden. Alles andere ist „Ressourcenverschwendung“. Viele Partnerprogramme bieten Channels an. Wenn ihr jeden Partnerlink in einem eigenen Channel verfolgt, ist das schon mal ein guter Anfang. Es gibt auch zahlreiche sehr gute Affiliate Plugins für den WordPress Blog. Nicht selten zählen diese kleinen Helferlein das Aufrufen von externen (Partner-)links.

Motto: Testen, testen, testen. Erfolgreiche Partnerprogramme weiter bewerben und nicht erfolgreiche Parnterprogramme direkt entfernen. Bitte immer Partnerprogramme aussuchen, die zur Zielgruppe der Website passen.

Fazit

Es ist nicht gerade einfach, mit Affiliate Marketing nennenswerte Einnahmen zu generieren. Der für mich größte Vorteil von Affiliate Marketing Partnerprogrammen ist, dass es sich um eine Win-Win Situation handelt. Der Affiliate stellt einen Link auf seiner Website zur Verfügung. Idealerweise ist der Link auch für die Leser (Zielgruppe) interessant. Wer z.B. einen Artikel über Suchmaschinenoptimierung schreibt, kann mit einem Link zu Hello-Engines von Acebit (Software zur Suchmaschinenoptimierung) nicht viel falsch machen. Für die Unternehmen ist Affiliate Marketing auch eine tolle Sache. Sie zahlen nur im Erfolgsfall, d.h. wenn vom Affiliate tatsächlich z.B. Kunden (bei Pay per Sale, Pay per Period) vermittelt werden. Sowohl die Unternehmen als auch die Affiliates und sogar die Leser gewinnen im Affiliate Marketing. Der Nachteil ist, dass es sehr schwer ist, im Affiliate Marketing erste nennenswerte Erfolge (Einnahmen) zu erzielen. Die Hürde ist sehr hoch. Machen wir uns nichts vor, die meisten werden nicht über diese erste Hürde springen und sich dann nicht weiter mit Affiliate Marketing beschäftigen. Wer aber eine Website mit entsprechend hohem Traffic aufbaut und die Links zu den Affiliate Marketing Partnerprogrammen geschickt und Zielgruppengerecht einbaut, kann sich über sehr hohe Einnahmen freuen. Das Potential von Affiliate Marketing ist enorm. Davon bin ich felsenfest überzeugt!

In den beiden nächsten Teilen diesere Serie werde ich einige interessante Partnerprogramme vorstellen und viele gute Tipps zum Thema Affiliate Marketing geben. Ich habe seit einem knappen halben Jahr Affiliate Marketing Partnerprogramme hier verlinkt und bereits einige Leads und Sales damit generiert. Die gemachten Erfahrungen werde ich alle hier in dieser Serie veröffentlichen.

Welche Erfahrungen habt ihr bis jetzt mit Affiliate Marketing Partnerprogrammen gemacht? Interessieren würde mich auch, mit welchen Affiliate Netzwerken ihr die besten Erfahrungen gemacht habt. Ich freue mich auf eure Kommentare!

Mehr über den Autor

Andreas ist Senior Projektmanager in einem der weltweit größten Softwareunternehmen. Nebenbei ist er freier Dozent und lehrt an Fachhochschulen die Themen "Internationales Projektmanagement" und "Softwarearchitektur". Hier im Weblog-ABC gibt Andreas regelmäßig Webmaster, Affiliate und SEO Tipps. Mehr über Andreas und Weblog-ABC.

Social Media - Den Artikel empfehlen!

Kommentare geschlossen.