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Top Ranking bei Google

Spätestens mit dem Panda Update haben es auch die letzten Webmaster begriffen: Google möchte qualitativ hochwertige Seiten in den Suchergebnissen listen. Leider ist dieses Unterfangen nicht ganz so einfach. Ein Top Ranking bei Google wünscht sich jeder Webmaster. Aber wie geht man das am besten an?

In SEO Blogs wie z.B. tagSeoBlog kann man nachlesen, dass auch die Zielgruppe entscheidend zur Beurteilung der Qualität ist. Das ist völlig richtig und ich möchte diese Tatsache an einem Beispiel erläutern.

Zielgruppengerechte Informationen

Keyword „Events in München“
Zu diesem Keyword wird jedem einleuchten, dass jüngere andere Suchresultate erwarten als ältere Menschen.

In einer idealen Welt würden Google & Co das Suchverhalten jedes einzelnen Users festhalten und für jeden User eigens zugeschnittene Suchergebnisse liefern. Wer noch nie nach Oper oder Theater gesucht hat, aber im Umkehrschluss schon sehr oft nach Rock-Konzerten gesucht oder sich auf solchen Seiten aufgehalten hat, der wird bei der Suche im Beispiel oben wohl eher auch Rock-Konzerte in München in der Trefferliste erwarten. Andere vielleicht eher die Diskotheken. Leider wäre das doch etwas zu viel des Guten. Selbst Google könnte nicht für jeden User individuelle Ergebnisse liefern. Auf der anderen Seite ist es jedoch zwingend notwendig, zumindest verschiedene Zielgruppen zu unterscheiden. Warum liegt auf der Hand. Das Internet ist mittlerweile mehr als Erwachsen geworden. Es sind nicht mehr die jüngeren Menschen, die sich dort tummeln, was sicher vor einigen Jahren größtenteils noch der Fall war. Mittlerweile ist das Internet für alle Altersgruppen nicht mehr aus dem Leben wegzudenken und ein Umdenken der Suchmaschinen Hersteller ist zwingend notwendig. Die Suchresultate je nach Zielgruppe zu unterscheiden ist ein guter Mittelweg. Vielleicht sind ja in einigen Jahren die InMemory Datenbanken so weit fortgeschritten, dass man über performante Suchresultate bezogen auf eine einzelne Person nachdenken kann. Mal sehen!

Mögliche Zielgruppen sortiert nach der Bedeutung:

  1. Alter und Geschlecht
  2. Geographisches Ziel
  3. Beruf und Hobbys
  4. Bildungsniveau und Einkommen
  5. Familienstand
  6. Andere Interessen (z.B. Reisen)

Warum steht das geographische Ziel so weit oben? Ganz einfach. Ich glaube, die grosse Masse an Suchenden möchte Ergebnisse in der eigenen Sprache sehen. Je nach Bildungsniveau kann das aber auch überhaupt keine Rolle mehr spielen. Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Zielgruppe durchaus auch Vernetzungen enthält und nicht ganz so einfach auszuwerten ist.

In den Google Webmaster Tools können die Betreiber einer Seite einige Einstellungen vornehmen und Google damit schon mal hilfreiche Informationen mit auf den Weg geben. Ich denke, das ist auch sinnvoll und hilft letztendlich Google zu erkennen, dass es sich bei dem Content auch tatsächlich um qualitativ hochwertigen Inhalt handelt. Warum ist einfach erklärt. Wer der deutschen Sprache nicht mächtig ist, wird z.B. Weblog-ABC schnell wieder verlassen. Das hat eigentlich überhaupt nichts mit dem Inhalt zu tun. Wie aber sollen die Suchmaschinen das erkennen? Genau, nur wenn sie wissen, dass die Seite auf das geographische Ziel Deutschland, Österreich und die Schweiz ausgerichtet ist. Daher macht diese Angabe schon mal Sinn.

Suchmaschinenoptimierung

Zur Suchmaschinenoptimierung habe ich hier schon einige Artikel geschrieben. Der beste Inhalt nützt nichts, wenn kein Mensch die Seite finden kann. Es kann daher nichts schaden, in sinnvollen Kommentaren auf Traffic starken Seiten etwas Eigenwerbung zu betreiben. Ist der Inhalt wirklich gut, kommen schnell die ersten Backlinks von anderen Webseiten. Mit etwas Glück sind auch Seiten dabei, die Google als vertrauenswürdig einstuft und etwas höher rankt. Das ist schon das wichtigste Kriterium in Bezug auf die externe Optimierung. Bei der internen Optimierung sollten Webmaster dafür sorgen, dass wichtige Seiten auch entsprechend gut intern verlinkt (Interne Blog Artikel Verlinkung) werden. Wenn mehrere Klicks notwendig sind, um von der Startseite aus zu einer bestimmten Seite zu gelangen, desto schwächer rankt Google diese Seite im Verhältnis. Eine Seite, die irgendwo weit hinten „versteckt“ ist und auch sonst nirgends verlinkt wird, kann nicht gut sein. Ich glaube, diese Denkweise ist nicht ganz von der Hand zu weisen.

Es gibt noch viele weitere Kriterien wie lokale Suchmaschinenoptimierung (z.B. Suchmaschinenoptimierung aus Berlin).

Viele weitere Kriterien sind in meinen Berichten zur Suchmaschinenoptimierung erkärt. Deswegen möchte ich mich an dieser Stelle kurz fassen.

Responsive Web-Design

Warum passt Responsive Web-Design thematisch in die Diskussionen zur Zielgruppe? Na ja, ich unterstelle mal, dass z.B. viele junge Menschen eher mit Smartphones im Web unterwegs sind als ältere Menschen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Die ältere am PC gross gewordene Generation schreibt E-Mails, die nächste darauf folgende Generation nutzt Social Media als Kommunikationsmittel und sagt, dass E-Mails als Hauptkommunikationsmittel längst out sind. Durch Responsive Web-Design sind die Zeiten vorbei, in denen sich Web-Designer innerhalb einer bestimmten Standardbreite bewegen mußten. Smartphones und Tablet PC’s wie das iPad haben ein kleineres Display als Monitore und fordern ihren Tribut. Responsive (Deutsch: Reaktionsfähig) Web-Design passt Inhalte automatisch auf die zur Verfügung stehende Darstellungsgröße an. Das macht sehr viel Sinn, muss aber nicht mit einem technischen Meisterwerk gleichgesetzt werden. Ich selbst habe hier im Weblog-ABC das Design umgestellt und setze auf ein kommerzielles WordPress Theme von Solostream. Die überschaubare Investition hat sich ausgezahlt und meine Seite läßt sich auch ohne Responsive Web-Design Umstellungen sowohl mit meinem Blackberry Torch 9800 als auch mit meinem iPad sehr gut lesen.

Panda Update

Keine Angst, ich werde jetzt nicht seitenweise über das Panda Update schreiben. Das haben schon andere Webseiten gemacht. Ich möchte hier nur zusammenfassend 2 Punkte ansprechen. Google wird die Qualität von Webseiten in Zukunft sehr stark nach der Verweildauer und der Absprungrate (7 Tipps zum Verbessern der Absprungrate) beurteilen. Die beste Maßnahme ist, minderwertige Inhalte auszutauschen und wenn möglich die Seiten mit interaktiven Elementen wie z.B. Video’s, Podcasts, Tabellen und Auswertungen anzureichern. Das sollte die Besucher einladen, etwas länger auf einer Seite zu verweilen. Ich könnte jetzt noch viel mehr schreiben, da ich selbst vom Panda Update betroffen war, nach einem sehr zähen Austausch mit Google aber (endlich) wieder grünes Licht erhalten habe.

Mehr über den Autor

Andreas ist Senior Projektmanager in einem der weltweit größten Softwareunternehmen. Nebenbei ist er freier Dozent und lehrt an Fachhochschulen die Themen "Internationales Projektmanagement" und "Softwarearchitektur". Hier im Weblog-ABC gibt Andreas regelmäßig Webmaster, Affiliate und SEO Tipps. Mehr über Andreas und Weblog-ABC.

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Kommentare und Trackbacks (2)

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Trackbacks

  1. Lesenswertes aus dem Netz (48/11) | Deeblog.de | 4. Dezember 2011
  1. Oliver sagt:

    Hi,

    danke für den Tipp mit der Verweildauer. Das werde ich mal testen. Ich hoffe es bringt was.

    Danke & Gruß

    Oliver