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Website oder Blog?

Blog oder WebsiteWebsite oder Blog, das ist hier die Frage. Der Artikel stellt Website und Blog gegenüber und beschreibt die Vorzüge aus Sicht von Unternehmen Privatpersonen.

Was ist besser geeignet, für den eigenen Internetauftritt, eine Website oder ein Blog? Die Entscheidung kann durch die folgenden Eigenschaften leicht beantwortet werden.

1. Website oder Blog

1.1 Inhalte

  • Statische Inhalte einer Website
    Auf einer Website stellen sich Unternehmen vor, veröffentlichen Informationen über Produkte und Dienstleistungen oder verkaufen diese auch über die Website. Die Inhalte bleiben mehr oder weniger über einen längeren Zeitraum gleich und ändern sich vergleichsweise selten.
  • Dynamische Inhalte im Blog
    In einem Blog erscheinen ständig neue Artikel. Es wird zu aktuellen Themen geschrieben oder einfach nur eine persönliche Meinung herausposaunt.

1.2 Pflegeaufwand

Der zeitliche Aufwand ist bei einem Blog ungleich größer als bei einer mehr oder weniger statischen Website. Es ist sehr viel Aufwand und es erfordert viel Ausdauer, über Jahre hinweg ständig neue Artikel in einem Blog zu veröffentlichen. Die Ideen für neue Artikel dürfen auch nicht ausgehen.

1.3 Besuchszahlen

BesucherIn einem Blog kommen häufig neue Artikel hinzu. Das lieben die Suchmaschinen und listen daher einen Blog deutlich weiter vorne in den Suchergebnissen als eine herkömmliche Website. Die Betreiber einer Website müssen oft richtig Geld in die Hand nehmen, um bei Google & Co weit vorne in den Suchergebnissen gelistet zu werden. Ein Blog bekommt das quasi als Lohn für den Fleiß und die Ausdauer geschenkt.

Ein Beispiel: Vermutlich hat jeder schon einmal einen Joghurt von Ehrmann gegessen. Die Website der Firma ist laut Alexa Besucher Ranking auf Platz 81.000 in Deutschland. Zum Vergleich ist mein Blog Weblog-ABC auf 4.900 gelistet. Das heißt, Weblog-ABC hat deutlich mehr Besucher als das renommierte Unternehmen Ehrmann. Das Maggi Kochstudio ist derzeit auf Platz 8.400 gelistet. Ich glaube, diese Beispiele sind der Beweis, dass über einen Blog deutlich mehr Besucher zu erreichen sind.

Viele Unternehmen betreiben bereits parallel zur Website einen Blog und sorgen dadurch für eine maximale Wahrnehmbarkeit und sprechen dadurch viel mehr Besucher an. Schlaue Unternehmen setzen den Blog daher längst als essenzielles Instrument im Marketing Mix ein.

1.4 Markenaufbau

Eine Website gibt Informationen zu einer Marke. Mit einem Blog und durch (hoffentlich) viele gute neue Artikel machen sich Blogger schnell einen Namen und gelten im Internet als Fachleute zu bestimmten Themen. Unternehmen wie z.B. Starbucks und auch IBM haben bereits nachhaltig bewiesen, dass sich ein Markenname durch einen Blog weiter ausbauen läßt.

1.5 Kundenbindung und Feedback

Ich mag Beispiele. Stellen wir uns vor, Canon möchte Informationen über eine neue Spielreflexkamera veröffentlichen. Auf einer Website werden die Informationen veröffentlicht und die Leser haben wenig Möglichkeiten, Feedback zum Produkt zu geben. Fragen müssen in den meisten Fällen über eine E-Mail formuliert werden. In einem Blog kann man direkt im Artikel die Frage als Kommentar stellen und i.d.R. antworten die Autoren auch schnell. Für die meisten Leser sind auch die Kommentare interessant, da sie den Artikel sehr gut ergänzen. Je offener und ehrlicher zum Beispiel auch mit Kritik umgegangen wird, desto besser. Das Feedback der Leser / Kunden kann helfen, die Produkte zu verbessern. Das schafft Vertrauen und bindet Kunden!

1.6 Interaktion mit Besuchern

In der Interaktion mit den Besuchern punktet ganz klar der Blog im Vergleich zur Website. In einem Blog gibt es zahlreiche Möglichkeiten für die Leser, sich aktiv an den Inhalten zu beteiligen. Gerade die Kommentare werden immer wieder gerne genutzt.

1.7 Social Media

Blog oder WebsiteMeines Erachtens können sowohl eine Website als auch ein Blog Social Media Dienste integrieren. Meine Erfahrung zeigt mir, dass die Blogs hier punkten. Inhalte im Twitter Account per Knopfdruck tweeten, bei Facebook mit den Freunden teilen oder einfach nur für einen Artikel bei t3n voten. Alle Dienste können auch auf einer Website integriert werden. Während ein Blog viele dieser Dienste in Anspruch nimmt, sieht man das auf einer Website eher selten.

2. Fazit

Gibt’s schon einen Maggi Kochstudio Blog? Wenn nicht, wird es langsam Zeit. Spaß beiseite, für Unternehmen ist es sicherlich sinnvoll, sowohl eine Website als auch einen Blog zu betreiben. Der Zusatzaufwand wird sich auszahlen. Für Hobby Webmaster ist je nach Aufwand eine Website oder ein Blog zu empfehlen. Wer sich langfristig einem Namen im Web aufbauen möchte und den Aufwand nicht scheut, regelmäßig neue Artikel zu veröffentlichen, sollte meines Erachtens anfangen zu bloggen!

Was meint ihr?

Mehr über den Autor

Andreas ist Senior Projektmanager in einem der weltweit größten Softwareunternehmen. Nebenbei ist er freier Dozent und lehrt an Fachhochschulen die Themen "Internationales Projektmanagement" und "Softwarearchitektur". Hier im Weblog-ABC gibt Andreas regelmäßig Webmaster, Affiliate und SEO Tipps. Mehr über Andreas und Weblog-ABC.

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Kommentare und Trackbacks (6)

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  1. Blogs machen zwar viel Arbeit, sind aber auf jeden Fall ein Besucher- und Suchmaschinenmagnet. Da hast du vollkommen Recht.

    Bei den Alexa-Zahlen wäre ich vorsichtig. Ich kenne z.B. ein Unternehmen, das laut Alexa in Deutschland ungefähr auf Rang 60.000 liegt, allerdings ca. 600 Besucher täglich auf seiner Seite hat. Natürlich haben viele der Besucher keine Alexa-Toolbar installiert. Aus diesem Grunde sind natürlich immer die SEO Blogs im Alexa-Ranking ganz weit oben.

    Grüße,

    Robert

    • Andreas sagt:

      Hallo Robert!
      Gut möglich, dass gerade Blog Leser, die oft selbst Webmaster sind, eher die Alexa Toolbar installiert haben als „normale“ Besucher von Unternehmensseiten. Das muss man bei den Alexa Zahlen sicherlich berücksichtigen. Wobei ich nicht die Alexa Toolbar installiert habe. Wie sieht’s bei den Weblog-ABC Lesern aus, habt ihr die Toolbar installiert?
      Viele Grüße,
      Andreas

  2. waelti sagt:

    Jein (Alexa Toolbar) :)
    In einem von 3 Browsern installiert.

    Einige Dinge müssten vielleicht relativiert werden. Der Pflegeaufwand beim Blog ist größer? Wenn ich auf der Webseite 30 Artikel im Jahr veröffentliche, dann ist der Aufwand wohl ähnlich wie beim Blog.

    Gleiches gilt für die Suchmaschinenfreundlichkeit. Abgesehen vom Ping – erstes Vorbeischauen, kein endgültiges Ranking – wird ein Blog besser „abschneiden“ weil viele Artikel erscheinen. Wer sonst auf einer Webseite viele Artikel veröffentlicht, wird ähnliche Ergebnisse erziehlen können.

    Und generell „Statisch“ muss die Internetpräsenz auch nicht sein. CMS, Joomla und Konsorten können sehr wohl als Webseite verwendet werden. Und sind dynamisch :)

    • Andreas sagt:

      Hallo Waelti,
      vielen Dank für den Kommentar. Klar, man kann auf einer Website auch viele Artikel / Inhalte veröffentlichen. Dann ist der Aufwand und auch die Suchmaschinenfreundlichkeit bei einer Website und einem Blog nahezu gleich. Gar keine Frage. Meines Erachtens werden durchschnittlich in einem Blog deutlich mehr Updates pro Jahr oder Monat gemacht als auf einer Website. Daher mein Urteil. Ausnahmen von dieser „Regel“ gibt’s aber, da hast Du natürlich vollkommen Recht!
      Gruß Andreas

  3. Also die Toolbar hab ich auch nicht drauf, ich benutze ein Firefox Plugin namens Alexa Sparky, das dezent in der unteren Leiste anzeigt, wie hoch die jeweilige Seite bei Alexa gelistet ist. Ich denke mal, dass dieses Plugin auch Daten an Alexa übermittelt.

  4. Willi sagt:

    Website oder Blog? ich meine, die Beiden. Für ein Unternehmen zum Beispiel ist eine Webseite einfach obligatorisch, aber es wäre auch besser, wenn es auch einen Blog da ist, denn so kann man leichter mit den Kunden ständig in Kontakt kommen.