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Website erfolgreich aufbauen – Teil 2: Zielgruppe definieren

Der zweite Teil der Serie Website erfolgreich aufbauen beschreibt, warum man von Anfang an eine Zielgruppe definieren sollte und was dabei zu beachten ist.

Was muss beim Aufbau einer eigenen Website alles beachtet werden? Diese Frage wird in der Serie Website erfolgreich aufbauen ausführlich beantwortet. Schritt für Schritt führt die Serie durch jeden einzelnen Aspekt, der beim Aufbau einer erfolgreichen Website beachtet werden muss.

Inhalt der Serie Blog erfolgreich aufbauen

  1. Teil 1: Vorbereitende Maßnahmen
  2. Teil 2: Zielgruppe definieren
  3. Teil 3: Auswahl der Plattform
  4. Teil 4: Anspruchsvolles Design
  5. Teil 5: Inhalt strukturieren
  6. Teil 6: Ziele setzen
  7. Teil 7: Artikel schreiben
  8. Teil 8: Artikel und Website Promotion
  9. Teil 9: Traffic Tipps
  10. Teil 10: Suchmaschinenoptimierung
  11. Teil 11: Mehrwert für die Besucher im Auge behalten
  12. Teil 12: Statistiken auswerten
  13. Teil 13: Social Media
  14. Teil 14: Nachhaltigkeit anstreben
  15. Teil 15: Website Wachstum ist das A und O

Teil 2: Zielgruppe definieren

Im ersten Teil der Serie bin ich ausführlich auf die vorbereitenden Maßnahmen beim Aufbau einer erfolgreichen Website eingegangen. Im zweiten Teil geht es nun darum, eine Zielgruppe zu definieren und warum das so wichtig ist.

Wahl der richtigen Zielgruppe

In der Vorbereitung auf diesen Artikel habe ich einige gute Artikel im Internet gefunden, die sich mit dem Thema Zielgruppe definieren beschäftigen. Viele Projekte scheitern oft schon an der ersten Frage: Richtet sich die Website oder der Blog an Profis oder Anfänger? Eine zweite wichtige Frage ist: Möchte man mit der Website Geld verdienen? Darüber sind sich mehr oder weniger alle einig.

In der Tat sind diese beiden Überlegungen sehr wichtig. Eine Seite mit wertvollem Inhalt für echte Profis (also nicht die Masse an Leuten, die glauben, Profi auf einem Gebiet zu sein) zu betreiben ist sehr sehr schwer. Für die meisten unter uns sicherlich fast unmöglich! Meine Empfehlung ist daher klar: Richtet eure Websites eher auf Anfänger oder Fortgeschrittene aus, wenn ihr Geld im Internet verdienen möchtet. Ein Profi wird z.B. eher selten ein verlinktes E-Book kaufen.

Beispiel: Ich bin Programm Manager in einem der größten Softwareunternehmen und für mehrere millionenschwere Projekte verantwortlich. Parallel dazu halte ich an diversen Hochschulen Vorlesungen zum Thema „Internationales Projektmanagement in Softwareunternehmen“. Man könnte mich also für dieses Gebiet durchaus als Experten bezeichnen. Ich würde mir niemals ein E-Book zu diesem Thema über einen Link auf irgend einem Blog oder einer Website kaufen. Soviel steht fest! Zur Weiterbildung besuche ich Seminare / Trainings oder kaufe Bücher von anerkannten Verlagen und Autoren. Wenn schon ein eBook, dann höchstens von einer anerkannten Autorität auf diesem Gebiet.

Meines Erachtens ist die Wahl einer korrekten Zielgruppe nicht so wichtig für Websites, deren Betreiber keinerlei Absichten zum Geldverdienen hat. In diesem Fall sind vermutlich andere Dinge wichtiger. Dazu zählen bspw. der Aufbau einer eigenen Community oder die Präsentation der eigenen Person im Internet. Beide Punkte sind für Selbständige sehr wichtig. Eine gute Website mit eigener Community verschafft Ansehen und Reputation. Das hilft auch im Job!

Geld wird in der Regel nicht mit Profis verdient, sondern eher mit Anfängern oder vielleicht Fortgeschrittenen.

Selbständige oder Freiberufler (z.B. Freelancer) sollten sich genau überlegen, welche Besucher sie mit ihren Inhalten ansprechen. Geht’s um Eigenwerbung, um neue Projekte zu aquirieren? Das ist bei Freelancern bestimmt oft der Hauptgrund für eine Website. Oder geht’s darum, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu bewerben? Das ist bei vielen Selbständigen oder Unternehmen sicherlich die Regel. Mehr Informationen dazu findet ihr im Artikel Unternehmen und Selbständige sollten bloggen.

Natürlich funktionieren auch Websites oder Blogs für Profis. Viele gute Websites mit Foren zu Fachthemen sind ein gutes Beispiel. Wer ein exklusives Forum aufbaut und es schafft, Experten für das Forum zu begeistern, kann sicherlich damit auch gutes Geld verdienen. Aber wie gesagt: Es ist sehr schwer, mit einer Website für Experten Geld zu verdienen und nachhaltig erfolgreich zu sein!

Spielt das Alter der Zielgruppe eine Rolle?

Sehr schwere Frage. Auf der einen Seite sind es sicher eher die Jüngeren, die eine Seite erfolgreich aufbauen möchten. Auf der anderen Seite gehen junge Menschen aber oft eher nicht so zielgerichtet bei Projekten vor und sind daher auch nicht bereit, in den späteren Erfolg zu investieren. Menschen mit mehr Erfahrung wissen es vielleicht eher zu schätzen, wenn sie vorab mit wertvollen Infos versorgt werden. Das genau ist ja auch eines der Ziele hier im Weblog-ABC. Ich möchte meinen Lesern gemachte Erfahrungen rund um das Thema „Blogger werden und Geld damit verdienen“ mitgeben. Das umfasst natürlich auch den Aufbau einer erfolgreichen Website. Natürlich läßt sich das aber nicht pauschalisieren. Daher spielt das Alter meines Erachtens eine eher untergeordnete Rolle.

Kleine Anekdote: Ich habe gerade eben in Vorbereitung auf diesen Artikel eine Seite eines Freelancers angeschaut, der mit einer Website zum einen seine Person für neue Projekte bewirbt und zum anderen die Dienstleistungen seiner neu gegründeten Firma bewirbt. Die Dienstleistungen sind im wesentlichen Unternehmensberatung, Suchmaschinenoptimierung und Hosting. Also ich würde sagen, die Zielgruppe dieser Seite ist nicht gut gewählt. Zum einen schaut vielleicht mal das ein oder andere Unternehmen vorbei, um sich den Lebenslauf des Freelancers anzuschauen, der für ihre Projekte in Frage kommt. Zum anderen kommen auch SEO und Hosting Interessierte. Irgendwie passt das alles nicht so recht zusammen. Oder?

Für die Zielgruppe schreiben

Gerade wenn eine Website für Anfänger auf einem bestimmten Gebiet wie z.B. Affiliate Marketing ausgerichtet ist, darf ein Blogger oder Webmaster nicht den Fehler machen und Wissen voraussetzen. Das führt bei Anfängern oft dazu, dass sie die Seite wieder verlassen. Daher einfach schreiben und kein Wissen voraussetzen. Betriebsblindheit oder den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen ist der Tod einer jeden Website. Sicher hat gerade auch ein Blog schnell Stammleser, für die Schreibstil als auch die inhaltliche Tiefe passen. Neue Leser wird man so aber eher nicht gewinnen. Gerade wenn eine Seite schon etwas älter ist und einige Artikel geschrieben wurden, kann man auf diese verlinken. Dadurch wird eine gute interne Verlinkung erreicht und dem Besucher wertvolle zusätzliche Informationen mitgegeben. Das rundet die Artikel gerade auch für Anfänger ab, die den ein oder anderen Begriff vielleicht nicht verstehen und froh über jede zusätzliche Information sind. In meinen Posts Blog Artikel richtig schreiben und 10 Tipps für das Schreiben eines Blog Artikels habe ich schon einige Tipps gegeben.

Welche Zielgruppe hat mein(e) Produkt / Dienstleistung?

Möchte ich ein hippes Produkt wie z.B. iPhones oder iPads mit der Website bewerben? Wenn ja, ist die Zielgruppe oft eher jüngeren Alters. Wenn es um das Thema Rente geht, besteht die Zielgruppe vermutlich eher aus älteren Menschen. Für die beiden Websites empfehlen sich auch unterschiedliche Designs. Wo lebt die Zielgruppe? Auch diese Frage ist nicht ganz unwichtig. Je nach Region stehen nicht unbedingt immer moderne Monitore zur Verfügung. In Deutschland sind 1024×768 Standard, bei Geschäftsleuten durchaus auch 1280×800. Das sagt zumindest die Statistik. In Afrika sieht’s sicherlich ganz anders aus. In meinem Artikel Besucher auf der Website halten habe ich im Tipp 2: Layout und Design mit Browsershots bereits ein sehr gutes Tool vorgestellt, mit dem sich die Seiten auf Browserkompatibilität und vieles mehr testen lassen. Das ist wichtig!

Kurze Zusammenfassung

Das waren einige wichtige Punkte zur Zielgruppe, die ich hier nochmals kurz zusammenfassen möchte:

  1. Mit Websites lässt sich leichter Geld verdienen, wenn man sich an die Zielgruppe Anfänger richtet.
  2. Websites mit Inhalten für Profis sind rar und schwer zu etablieren. Damit läßt sich auch schwerer Geld verdienen.
  3. Web Design an die Zielgruppe ausrichten (Jung, Alt, Mann, Frau, Afrika, Europa, Amerika…)

Mehr über den Autor

Andreas ist Senior Projektmanager in einem der weltweit größten Softwareunternehmen. Nebenbei ist er freier Dozent und lehrt an Fachhochschulen die Themen "Internationales Projektmanagement" und "Softwarearchitektur". Hier im Weblog-ABC gibt Andreas regelmäßig Webmaster, Affiliate und SEO Tipps. Mehr über Andreas und Weblog-ABC.

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Kommentare und Trackbacks (2)

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  1. Markus Bauer sagt:

    Die Auswahl der (richtigen) Zielgruppe ist ein wirklich wichtiges Thema, das häufig leider erst dann stärker in den Fokus kommt, wenn die Trafficfrequenz und/oder -Conversion (weit) hinter den Erwartungen zurückbleibt. Daher guter Hinweis, die Gruppe, auf die man mit seinen Inhalten und Angeboten abzielt, so früh und genau wie möglich einzugrenzen. Bin gespannt auf die weiteren Artikel der Reihe.
    Viele Grüße, Markus

  2. Hallo Ich glaube, dass man sich auch bei der Zielgruppendefinition auf die Sache, über die man im Web schreibt, konzentrieren sollte. Daraus ergibt sich die Zielgruppe von alleine. Komplizierte Zielgruppendefintionen sind etwas für grosse Firmen, die ein grosses Angebot segmentieren müssen. Viele Grüsse