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Website erfolgreich aufbauen – Teil 6: Ziele setzen

In der Serie Website erfolgreich aufbauen beschreibe ich den erfolgreichen Aufbau einer eigenen Website. Der 6. Teil beschreibt, warum das Setzen und Verfolgen von Zielen so wichtig ist.

Inhalt der Serie Blog erfolgreich aufbauen

  1. Teil 1: Vorbereitende Maßnahmen
  2. Teil 2: Zielgruppe definieren
  3. Teil 3: Auswahl der Plattform
  4. Teil 4: Anspruchsvolles Design
  5. Teil 5: Inhalt strukturieren
  6. Teil 6: Ziele setzen
  7. Teil 7: Artikel schreiben
  8. Teil 8: Artikel und Website Promotion
  9. Teil 9: Traffic Tipps
  10. Teil 10: Suchmaschinenoptimierung
  11. Teil 11: Mehrwert für die Besucher im Auge behalten
  12. Teil 12: Statistiken auswerten
  13. Teil 13: Social Media
  14. Teil 14: Nachhaltigkeit anstreben
  15. Teil 15: Website Wachstum ist das A und O

Teil 6: Ziele setzen

Ziele setzen ist beim Aufbau einer erfolgreichen Website sehr wichtig. Ohne konkrete Ziele macht das Betreiben einer Website keinen Spaß. Soviel steht für mich fest.

1. Warum Ziele setzen?

1.1 Ziele setzen zur Bestätigung und zur Motivation

Ziel setzenZiele sind die Bestätigung für den Website Betreiber, dass der eingeschlagene Weg richtig ist. Wer einmal seine ersten selbst gesteckten Ziele erreicht hat, weiß wovon ich rede. Es ist gleichzusetzen mit einem Lob. Was motiviert uns mehr, als Lob für getane Arbeit? Es liegt in der Natur der Menschen, aus Lob Motivation für die nächsten anstehenden Aufgaben zu ziehen. Schon in der Schule war ich in Fächern, in denen ich bereits gute Noten hatte, immer mehr motiviert als in Fächern, bei denen es schlechter stand. Das hat natürlich auch etwas mit den Interessen zu tun. Aber gute Noten konnten mich zumindest kurzfristig auch für weniger interessante Fächer motivieren. Ich denke, so geht es vielen anderen auch.

1.2 Der berühmte rote Faden

Nur durch das Setzen von Zielen bleiben wir am Ball. Das Setzen und Verfolgen von Zielen lenkt den Website Betreiber immer wieder in die richtige Richtung. Viele Websites kommen irgendwann mal vom eigentlich eingeschlagenen Kurs ab. Manchmal kommt man vom eigentlichen Fokusthema ab und veröffentlicht z.B. Informationen, die nicht zur Website passen und für die sich die Besucher auch nicht interessieren. Die Zielgruppe wird nicht mehr mit Informationen versorgt und die Besucher bleiben aus. Die Einnahmen werden geringer und die Negativspirale beginnt sich zu drehen. Das motiviert nicht gerade und wir beginnen automatisch, uns immer weniger für die eigene Website zu interessieren. Nur wer seine Ziele konsequent setzt und verfolgt, bleibt davon verschont.

1.3 Ziele hier im Weblog-ABC

Jetzt fragen sich bestimmt viele von euch, was denn meine eigenen Ziele sind. Das will ich euch gerne verraten. Meine Ziele beschäftigen sich vor allem mit Traffic (=Besuchszahlen) und Geld verdienen, umfassen aber auch Web 2.0 Themen.

Ganz konkret möchte ich hier im Weblog-ABC bald 500 Besucher pro Tag begrüßen, die mehr als 1.000 Seiten aufrufen. Was die Einnahmen angeht, so möchte ich möglichst schnell die Schallmauer von 100 Euro knacken. Das sind die Ziele, die ich ganz am Anfang auch in der Über mich Seite veröffentlicht habe. Daneben ist es mir fast noch wichtiger, möglichst viel Wissen zum Aufbau einer erfolgreichen Website aufbauen. Das umfasst u.a. sowohl technisches Knowhow als auch Kenntnisse zur Suchmaschinenoptimierung, zu Web 2.0 Diensten und Affiliate Programmen. Das sind weiche Ziele, die schwer zu verfolgen sind. Daher werde ich diese Ziele nicht verfolgen (manche sagen auch tracken). Ich gehe davon aus, dass die Erreichung meiner harten Ziele zwangsläufig auch die weichen Ziele erreichen lässt. Wer mehr als 500 Besucher am Tag begrüßen darf und mehr als 100 Euro im Monat mit seiner privaten Website nebenher verdient, muss automatisch auch einiges Wissen rund um die aufgeführten weichen Ziele haben. Wie es mit meiner Zielerreichung steht, könnt ihr in den monatlichen Statistiken zu Traffic und Einnahmen nachlesen. Natürlich habe ich viele weitere Ziele, die ich jedoch unmöglich alle hier auflisten kann.

Quellen für Ziele

Quellen für IdeenWer sich jetzt fragt, welchen Quellen für mögliche Ziele in Frage kommen, ist hier genau richtig. Ich gebe euch stichpunktartig ein paar Anregungen mit auf den Weg geben. Da ist bestimmt für jeden ein geeignetes Ziel dabei.

  • Besucher und Seitenaufrufe
  • RSS Feed Abonnenten
  • Einnahmen
  • Alexa Ranking
  • Backlinks von anderen Websites
  • Google Pagerank
  • Eigene Community
  • Starke Social Media Präsenz (Twitter Follower, Facebook Friends, Mister Wong Links…)
  • Eine „Marke“ schaffen
  • Wissen aufbauen
  • Durch die professionelle Website beruflich vorwärts kommen
  • Das Hobby zum Beruf machen. Streicht das nebenberuflich beim Webmaster / Blogger.

So, das sind einige gute Quellen zur Inspiration. Wer jetzt noch Probleme hat, eigene Ziele zu formulieren, der sollte vielleicht besser ganz von einer eigenen Website absehen. Ihr könnt gerne die Kommentarfunktion hier im Weblog-ABC nutzen, um weitere oder eure persönlichen Ziele zu posten. Sicher gibt’s noch viel mehr Quellen für mögliche Ziele, als hier beschrieben.

Ziele verfolgen

Ziel verfolgenNatürlich möchte jeder von uns die einmal gesetzten Ziele verfolgen. Das ist doch klar wie Kloßbrühe. Wir alle würden doch lieber heute als morgen ein Häkchen an die Ziele machen. Aber „gut Ding will Weil“. Es ist auch wichtig die Ziele so zu setzen, dass die Erreichung eine Herausforderung darstellt. Meilensteine zur Erreichung eines Ziels sind eine gute Möglichkeit. So war z.B. mein erster Meilenstein nachhaltig deutlich mehr als 100 Besucher am Tag zu haben. Dieses Zwischenziel ist erreicht und ich klettere weiter nach oben auf dem Weg zum eigentlichen Ziel, den 500 Besuchern am Tag.

Ziele zu verfolgen ist nicht immer leicht. Wer jetzt denkt, „Andreas hat doch einen Knall, was soll daran schwierig sein?“, sollte weiterlesen. Mein Ziel „500 Besucher pro Tag“ ist bspw. nicht ganz so leicht zu verfolgen, wie es auf Anhieb den Anschein macht. Gerade zu meinen Einnahmen und Traffic Berichten haben mich schon ein paar Blogger gefragt, wie ich eigentlich die Besuchszahlen festhalte? Die erste Antwort ist: „Ich setze Software zur Analyse ein (Google Analytics)“. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Mit meinem Ziel meine ich natürlich 500 menschliche Besucher pro Tag. Neben meinen eigenen Besuchen (das sind nicht wenige, wenn ich gerade einen Artikel vorbereite oder Kommentare beantworte) möchte ich auch die Maschinenbesuche ausschließen. Die Robots von den Suchmaschinen Betreibern wie Google kommen regelmäßig vorbei und scannen meine Seite nach neuen Informationen und auch sonst wird viel im Internet automatisiert durch die Computer erledigt. Sogar freche Seiten, die automatisiert Inhalte von anderen Seiten klauen und auf der eigenen Seite veröffentlichen, werden oft als Besucher gewertet. Auch die vielen Spammer, die automatisiert Kommentare hinterlassen, können als Besucher gezählt werden. Jetzt sollte jedem klar sein, dass ein Ziel nicht immer einfach zu verfolgen ist. Oder?

Ist ein Ziel erstmal erreicht, setzt in der Regel der Ehrgeiz ein und wir setzen uns neue Ziele. Das ist auch gut so und sollte unbedingt gemacht werden. Nichts ist schlimmer als Stillstand im „Web 2.0 Zeitalter“. Natürlich sollte man zuerst aber auch die erreichten Ziele gebührend feiern. Zum einen macht das Spaß und zum anderen gibt es uns die Motivation, weiter an der Website zu arbeiten. Wie die Feier aussieht, kann jeder für sich selbst entscheiden. Auf jeden Fall ist Motivation unheimlich wichtig, da es ein langer und steiniger Weg zu einer erfolgreichen Website ist. Um dem nächsten Abschnitt vorzugreifen: Für viele Webmaster ist der Weg das eigentliche Ziel.

Der Weg ist das Ziel

Ziele setzen, verfolgen, erreichen, abhaken und neue Ziele setzen. Das ist eine „neverending Story“ und wird vielleicht auch den ein oder anderen frustrieren. Daran lässt sich aber nichts ändern. Genau wie in einem Unternehmen immer die nächsten Quartalszahlen besser sein müssen als die vorherigen, so muss auch eure Website immer weiter nach oben klettern. Das könnt ihr nur durch neue Ziele und konsequentes Verfolgen dieser Ziele erreichen. Eine Website, auf der nichts mehr gemacht wird, ist schnell out und der Erfolgspfeil zeigt nach unten. Es mag Ausnahmen, also wirklich letzte Ziele, geben. Solche Ziele können z.B. sein, dass man Gastautoren anwerben will, um den eigenen Aufwand für das Schreiben zu reduzieren. Eine andere Möglichkeit wäre, so hohe Einnahmen zu erreichen, mit denen sich guter Inhalt kaufen lässt. Das sind aber Ziele, die man erst angehen kann, wenn eine Website wirklich erfolgreich ist. Davon bin ich mit meinem Weblog-ABC meilenweit entfernt. Wie auch immer, wer mit seiner Website die Web 2.0 Kraft erfahren kann, der hat meines Erachtens das große Los gezogen. Die Website entwickelt dann eine so hohe Dynamik, dass sich die Inhalte durch die Besucher und Gastautoren von selbst erweitern. Wer das erreicht hat, kann vielleicht auch den Haken an das wirklich allerletzte Ziel machen und sich fortan „nur“ noch um die Verwaltung der Website kümmern. Oder aber neue Websites vorantreiben. ;-)

Fazit

Zugegeben, dieser Teil war etwas trocken. Aber glaubt mir, sich Ziele zu setzen und zu verfolgen ist für fast alle erfolgreichen Blogger und Website Betreiber sehr wichtig. Das Erreichen von (Zwischen-) Zielen gibt die Motivation, die beim Aufbau einer wirklich erfolgreichen Website auch langfristig zwingend notwendig ist. Ich kann es gar nicht oft genug schreiben: Es ist ein langer und steiniger Weg zu einer wirklich erfolgreichen Website.

Ja. Ich gebe gerne zu, dass ich mich sehr für eure Ziele interessiere. Schreibt doch einfach schnell einen Kommentar!

Mehr über den Autor

Andreas ist Senior Projektmanager in einem der weltweit größten Softwareunternehmen. Nebenbei ist er freier Dozent und lehrt an Fachhochschulen die Themen "Internationales Projektmanagement" und "Softwarearchitektur". Hier im Weblog-ABC gibt Andreas regelmäßig Webmaster, Affiliate und SEO Tipps. Mehr über Andreas und Weblog-ABC.

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Kommentare und Trackbacks (5)

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  1. Christopher sagt:

    Das Ziel ist das A und O. Dem kann ich nur zustimmen. Wie das alte Sprichwort sagt: Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind günstig.
    Ich hatte beispielsweise keinerlei Ziele als ich mein Blog gestartet hatte. Schlimmer könnte es also nicht anfangen. Ich wollte über alles mögliche schreiben, vor allem über die lukrativsten Themen.
    Erst nach einigen Monaten habe ich begriffen, dass das so weiter nicht gehen kann.
    Am schlimmsten ist es, wenn man keine Entscheidung trifft. Dann schon lieber schlecht entscheiden und dabei etwas lernen. Wer also immer wieder bewusst Entscheidungen trifft, der wird darin auch immer besser.
    Bei der Zielsetzung sollte man vor allem den eigenen Neigungen folgen. Das Kopieren des Verhaltens anderer ist gut nur für einen kurzfristigen Erfolg. Auf Dauer kann es ich als eine schreckliche Variante der Langeweile herausstellen.

    Das Tollste im Internet ist, dass jeder der sein persönliches Hobby im Internet in Form eines Blogs oder einer Webseite präsentiert, auch dabei Geld verdienen kann. So was gab es „früher nicht“.

    • Andreas sagt:

      Hallo Christopher,
      da hast Du natürlich absolut Recht. Es ist besser, wenn man sich auf ein Thema konzentriert. Meistens gibt’s ja drum herum auch noch einige Themen, die dazu passen. Ich könnte z.B. auch gar nicht langfristig bloggen, wenn mich die Themen nicht auch interessieren würden. Es gibt sicherlich auch einige Blogs, die kein konkretes Thema zum Inhalt haben. Es ist aber meines Erachtens sehr schwer, solche Blogs zu betreiben und vor allem auch langfristig zu etablieren.
      @Herbert: Hallo Herbert, die Qualität ist wirklich wichtig. Ich hoffe, die Inhalte hier passen halbwegs. Ich gebe mir auf jeden Fall Mühe. Viele Blogger schreiben auch, dass es wichtig ist, regelmäßig zu bloggen. Damit ist gemeint, eine gewisse Anzahl an Artikeln pro Woche auch über Monate hinweg zu halten. Fraglich ist für mich aber, ob man wirklich 2-3 Artikel (oder sogar noch mehr) pro Woche schreiben kann, ohne etwas an Qualität zu verlieren. Die meisten von uns arbeiten und haben nicht die Zeit dazu. Hinzu kommt noch, dass die meisten der Besucher hier im Weblog-ABC über die Suchmaschinen kommen. Die kommen auch, wenn ich mal in einer Woche gar keinen Artikel schreibe. Das hat mein letzter Urlaub gezeigt. Trotzdem muss in einem Blog natürlich regelmäßig immer mal wieder frischer Inhalt erscheinen. Das liebt ja bekanntermaßen Google.

      Danke für den Kommentar und viele Grüße,
      Andreas

  2. Robert sagt:

    Super! Noch ein toller Artikel! Vielen Dank! Das hilft hilft mir bestimmt viel, freue mich immer sehr wenn ich etwas Neues hier erfahre

  3. Nico.B sagt:

    Hallo Andreas

    Ich muss jetzt erst einmal ausholen !

    Ich bin mittlerweile stammleser bei dir und habe mir diesen artikel gerade zum 3ten mal durchgelsen und bin nachwievor von deiner arbeit begeistert.

    Habe selber 2 Websites Online mit relativ Schlechten Erfolg,
    da ich von den eigentlchen themen abgeglitten bin,
    aber jetzt seid ca 6-7 monaten arbeite ich mit einer Mindmap und einer Liste mit zielen, und siehe da es geht stetig vorwärts.

    Also ein Großes Dankeschön an dich und weiterhin Viel Erfolg.

    • Andreas sagt:

      Hallo Nico!

      Es freut mich, dass Dir Weblog-ABC gefällt und es mit Deiner Website vorwärts geht!

      Gruß Andreas